Wie kann ich Meditation in den Familienalltag integrieren?

Kleine Meditationen im Alltag werden ihrem Kind und Ihnen gut tun. Es kann nicht nur den Stress ihres Kindes reduzieren, sondern auch das rege Treiben im Familienalltag endschleunigen. Es kommt weniger zu Streitigkeiten und es entsteht generell eine positivere Atmosphäre zu Hause.



Zu Beginn möchte ich Ihnen sagen: "Machen Sie sich und ihrem Kind keinen Druck." Bereits kleine Pausen im Alltag werden ihre Wirkung zeigen. Sie müssen nicht ab sofort mit ihrem Kind eine Stunde still sitzen und meditieren. Wichtig ist, einfach anzufangen und sich darauf einzulassen. Alles andere kommt dann ganz von selbst.


Zunächst einmal sollten sie sich fragen, wie ist der momentane IST-Zustand in unserer Familie. Ist der Morgen hektisch? Werden morgens schnell Schulbrote gemacht, die Kinder ermahnt sich nun zu beeilen und der Partner bekommt nur noch einen flüchtigen Abschiedskuss? Sie kommen schon gehetzt an ihrem Arbeitsplatz an? Sie empfinden ihre Morgen als stressig? Und abends gestaltet sich das Zubettgehen genauso anstengend?


Analysieren Sie ihren Tagesablauf! An welchen Stellen wünschen Sie sich mehr Ruhe und Gelassenheit? Und genau da sollten Sie ansetzen.

Nehmen wir das Beispiel mit dem hektischen Morgen. Stellen wir uns vor es herrscht reges Treiben, jeder versucht rechtzeitig fertig zu werden. Ihr Blick geht ständig auf die Uhr: "Nur nicht schon wieder zu spät kommen..." Bevor sie nun alle abgehetzt aus dem Haus rennen, versuchen Sie doch einmal folgendes:


Alle versammeln sich, stellen sich in einen Kreis und nehmen 5 bewusste und tiefe Atemzüge.


Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Atmen Sie so aus, dass es für die Anderen hörbar ist. Danach kommt noch eine „Ich wünsch dir was“- Runde. Wünschen Sie einer Person in ihrer Familie etwas Positives für den Tag oder machen Sie ihm ein Kompliment. Das dauert überhaupt nicht lange und Sie machen einer anderen Person eine Freude. Wenn sich dieses Ritual einmal eingespielt hat und Sie es regelmäßig praktizieren, werden Sie wesentlich entspannter in den Tag starten.



Warum ist es so wichtig, sich Zeit für tiefe, bewusste Atemzüge zu nehmen?

Ich bin ein großer Fan von Atemtechniken und Atemmeditationen. Durch unsere Atmung können wir Einfluss auf unser Stressniveau und unsere Hirnchemie nehmen. Unzählige wissenschaftliche Studien haben dies längst bewiesen.

Wenn wir gestresst sind wird unsere Atmung flacher und schneller, es wird vermehrt das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Doch wenn wir tief, ruhig und bewusst in unseren Bauch atmen, bekommt unser Gehirn das Signal „Ok, doch alles nicht so wild. Wir können uns entspannen.“

Erklären Sie diesen Prozess ihrem Kind, es wird Ihnen neugierig zuhören. Auch Kinder wollen verstehen, warum sie etwas machen. Lassen Sie ein solches Ritual jedoch nicht zum Pflichtprogramm werden. Gestalten Sie es spielerisch, damit ihr Kind mit Meditation nichts Negatives verbindet.


In meinen nächsten Beiträgen wird es mehr Infos zu Meditation für zu Hause geben.

Bis dahin alles Liebe!

Franziska

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